Was ist wichtig in Ihrem Leben?

Haben Sie die richtigen Prioritäten? Die sind lebenswichtig, weil sie das Wesentliche im Leben herausstellen und Orientierung geben. Dafür müssen Sie bestimmte Fragen an sich selbst stellen und beantworten. Ausdrücklich und am liebsten schriftlich!
Oder glauben Sie wirklich, man könne ein glückliches Leben führen, ohne eine klare Vorstellung – am besten in Form einer Liste – von den eigenen, individuellen Prioritäten und Zielen im Leben zu haben? Sie wären mit diesem Glauben nicht allein, viele scheinen das so zu sehen – ich nicht!

Kennen Sie eigentlich die Geschichte von dem Bonbonglas und den Golfbällen, dem Kies, dem Sand und dem Wasser? Fängt schon komisch an, meinen Sie?
Sie wollen möglichst viel von allem in das Glas bekommen, ein volles, glückliches Leben genießen. Genau ein Weg führt zur richtigen Lösung und die gilt es, in Ihrem Leben zu finden.
Wenn die Golfbälle für die wirklich wichtigen Dinge in Ihrem Leben stehen, sollten Sie die unbedingt als erstes in das Glas füllen. Von dem Kies geht danach noch eine ganze Menge hinein, sie werden sehen. Wenn dann das Glas gestrichen voll ist, geht noch eine unerwartet große Menge von dem feinen Sand hinein. Und was Wunder – Wasser geht auch noch hinein.
Die Lehre aus dieser kleinen Aufgabe ist doch ganz klar. Wenn Sie nicht die wichtigen Dinge wirklich mit Vorrang und als Erste sicher in ihrem Leben vorbereiten, erledigen, einbringen, verankern, dann wird kein Platz mehr dafür sein. Wenn schon Kies und Sand das Glas besetzt haben, bekommen Sie die Golfbälle nicht mehr hinein. Zu viel Nebensächliches hält viele vom geglückten Leben ab. Also machen Sie sich diese fundamentale Erkenntnis zueigen. Da gibt es keine zwei Wege und wenig Raum für Kompromisse. Was ist das Wichtigste in Ihrem Leben?

Legen Sie mal eine schriftliche Liste Ihrer Prioritäten an!
Natürlich wandeln die sich im Laufe des Lebens, und natürlich kann/muss man dann eine solche Liste nach gewisser Zeit aktualisieren. Das ist Entwicklung! Es ist übrigens höchst interessant und eindrucksvoll, auf diese Weise seine eigene Wandlung zu verfolgen und nachzuprüfen. Da mag auch manches Unerfreuliche zutage treten und dann korrigierbar sein, wenn man es früh genug bemerkt. Auch das ist schon ein Schritt gegen Burnout.

Die richtigen Prioritäten findet man leicht durch Relativieren.

Die wohl bekannteste Prioritäten-Listen-Frage ist die:
»Was würde ich denn auf eine einsame Insel mitnehmen, wenn ich nur einen Rucksack oder Koffer voll mitnehmen kann?«
Das hat sich sicher mancher schon gefragt (aber nicht aufgeschrieben – schade). Das Relativieren steckt hier in der Einschränkung auf wenig Raum zum Transport und zum Verbleib.

Auch sehr aufschlussreich und schon etwas eindringlicher ist die Frage an sich selbst:
»Was wäre mir wichtig, was würde ich ändern, wenn ich durch schwere Krankheit nur noch ein Jahr zu leben hätte?«
Hier findet das Relativieren in der Zeit statt und drängt unser Leben mit allen Qualitäten in den Fokus dieser Zeitspanne. Es ist plötzlich nicht mehr einerlei, wann und wie wir etwas tun. Krankheit ist ein sehr starker Relativierer, und drohendes oder bestehendes Burnout ist eine schwere, nicht lang zu ertragende Krankheit. Da sollte man seine eigenen individuellen Antworten auf die Frage wirklich kennen und niedergeschrieben haben.

Der rigoroseste Relativierer ist der Tod mit seiner Radikalität und Endgültigkeit.
»Was will ich noch unbedingt getan, gesagt, gezeigt haben, solange ich lebe?«
Antworten auf diese Fragen sind »wichtige Dinge« in jedermanns Leben.
Tun Sie sich etwas Gutes: Schreiben Sie mal Ihre Prioritäten in einer Liste auf!

Übrigens, Sie ahnen es vielleicht schon – wer auf die Frage nach den wichtigen Dingen des Lebens antwortet: »Gesundheit, Sicherheit und dass meine Kinder und Enkel glücklich sind!« Der gewinnt vielleicht keinen Preis.

Wenn Ihnen nicht der richtige Ansatz kommt, können Sie sich auch an dieser Beispiel-Gliederung orientieren:
•    Persönliches
•    Berufliches
•    Wohnumgebung
•    Soziales Umfeld
•    Materieller Stand
•    Konsum
•    Hobbys

Lassen Sie sich bitte nicht davon abhalten, Eigenes, Anderes und Besseres als Oberbegriff zu wählen. Aber machen Sie das mal und vergleichen die hoffentlich konkreten Inhalte darunter mit Ihrem Leben. Das schafft Klarheit!

2 Kommentare zu Was ist wichtig in Ihrem Leben?

  1. Dr. Gilbert Lagache sagt:

    Hallo und Glückwunsch zur dieser gelungenen Website!
    Alles Gute für Ihren neuen Lebensabschnitt!!
    Ihr alter Zahnarzt

  2. Was bedeutet Glück und Zufriedenheit für mich genau? Was ist mir wirklich wichtig? Gibt es etwas, wofür ich alles andere hinschmeißen würde? Wie kann ich das – wenigstens teilweise – realisieren?
    Dafür ist diese Liste ein gutes Hilfsmittel. Und der Schreibstil ist auch sehr angenehm.
    Kompliment!

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