Praktische Tipps

Was soll ich denn nun machen, was tun, was lassen?

Wenn Sie die Symptome eines Burn-outs bei sich feststellen, sollten Sie sich dringend professionelle Hilfe holen. Ein Hausarzt, ein Psychotherapeut oder ein anderer qualifizierter Mediziner sollte sicher weiter helfen können. Seien Sie anspruchsvoll, lassen Sie sich nicht auf selbsternannte, unqualifizierte Ratgeber ein. Das sollten Sie sich wert sein!

Wenn Sie fühlen, dass sich Überlastung anbahnt oder gar zu einem Dauerzustand geworden ist, besteht Gefahr der Eskalation und Handeln ist erforderlich. Sie müssen Tätigkeiten und Belastungen reduzieren. War sagt, das ginge nicht, der hat den Knall noch nicht gehört. Hilfestellungen dazu finden Sie natürlich in meinem Buch, aber hier seien noch wichtige Tipps vorab gegeben:

Bekannt ist das „Eisenhower-Prinzip“. Wie viele namhafte „Prinzipien“ hat es sehr viel Sinn. Es ist eine einfache Vier-Felder-Matrix, die von WICHTIG und UNWICHTIG gegen DRINGLICH und NICHT DRINGLICH (Ohne Termin).

Beim WICHTIG und UNWICHTIG scheiden sich meist die Geister und es gibt Menschen, die halten alles für wichtig – das Mamma-Taxi und die Hundeschur, die Teamsitzung und die Grillparty, die fristgerecht Steuererklärung und die Inspektion des Wagens, das Gespräch mit dem Partner und das mit … – die eigene Gewichtung des Alltäglichen ist oft ein Weg ins Chaos.
Es ist nicht alles WICHTIG! – auch wenn es oft schmerzt, Auswahl muss sein. Wer sie vermeidet, will oft keine Verantwortung für seine Entscheidung übernehmen, sich „nichts nachsagen lassen“. Das führt unweigerlich abwärts.

Es lässt sich übringens aus dem sog. „Gelassenheitsgebet“ eine ähnliche Entscheidungsmatrix gewinnen wie oben zum Eisenhowerprinzip beschrieben.
In meinem Buch „Burn-out! Katastrophe, Befrohung oder Chance“ habe ich sie eingängig beschrieben. Sie ist sehr hilfreich zur Klärung, womit man sich befassen muss und womit nicht, worüber ärgern und worüber nicht.